Zotikos, Attalos, Kamasis und Philippos von Niculițel

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Gedächtnis: 4. Juni

Klein-Skythien (das heutige Rumänien), zwischen der Donau und dem Schwarzen Meer im nordöstlichen Gebiet des Römischen Reiches gelegen, war ein Ort des Exils oder des Todes für Christen, die sich weigerten, die heidnischen Götter zu verehren. Während der Christenverfolgungen unter Decius (249–251), Diokletian und Maximian (284–305) sowie Licinius (308–324) starben dort Tausende von Menschen an Kälte, Hunger oder Folter.

Die Reliquien jener, die das Martyrium erlitten, weil sie ihren Glauben an Christus offen bekannten, wurden von Christen geborgen und an geheimen Orten bestattet. Berichte über das Leben und die Leiden dieser heiligen Märtyrer wurden niedergeschrieben und bewahrt, damit ihr Andenken nicht verloren ging. Nach dem Ende der Verfolgungen wurden die Reliquien aus ihren vorläufigen Ruhestätten überführt und in besonderen Krypten (Martyrien) beigesetzt. Über diesen Krypten errichtete man Kirchen, deren Ruinen teilweise noch heute in der Dobrudscha zu sehen sind.

Im September 1971 trat ein Bach in der Nähe des Dorfes Niculițel im Kreis Tulcea über die Ufer und legte eines der ältesten dieser Martyrien frei. Die aus Ziegeln errichtete Krypta ist in zwei übereinanderliegende Räume gegliedert. Im oberen Raum wurden die Reliquien von vier Märtyrern in einem einzigen Holzsarg entdeckt. Alle vier waren enthauptet worden. Die Köpfe von drei Märtyrern lagen noch auf ihren Hälsen, während der Kopf des vierten auf seiner Brust ruhte. Eine Inschrift an der linken Wand lautet: „Die Märtyrer Christi“. Die Namen der vier Märtyrer – Zotikus, Attalus, Kamasius und Philippus – waren in die rechte Wand eingeritzt.

Den überlieferten Aufzeichnungen zufolge wurden diese Märtyrer von den römischen Behörden in Noviodunum (dem heutigen Isaccea) vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt. Nach ihrer Enthauptung wurden sie in Niculițel bestattet. Das genaue Datum ihres Martyriums ist nicht bekannt. Einige Forscher nehmen an, dass sie zu Beginn des 4. Jahrhunderts während der Verfolgungen unter Diokletian oder Licinius getötet wurden. Andere vertreten die Ansicht, dass die vier Männer nördlich der Donau während der Christenverfolgung durch den gotischen König Athanarich (370–372) das Martyrium erlitten.

Das Syrische Martyrologium und das Martyrologium des heiligen Hieronymus nennen den 4. Juni als Tag ihrer Hinrichtung. Zudem wurden weitere fünfundzwanzig Personen gemeinsam mit diesen Märtyrern enthauptet, deren Namen jedoch nicht bekannt sind.

Die Reliquien wurden 1971 in das Kloster Cocoș überführt, wo sie bis heute von den Gläubigen verehrt werden.

Quelle: basilica.ro (englisch)

Gebete

Troparion (4. Ton)

Deine Märtyrer Zotikos, Attalos, Kamasis und Philippos, o Herr, haben durch ihre Leiden und vergängliche Kronen von Dir, unserm Gott, empfangen. In deiner Kraft haben sie die Tyrannen besiegt und die ohnmächtige Gewalt der Dämonen gebrochen. Auf ihre Fürbitten, Christus Gott, errette unsere Seelen.

Kondakion (4. Ton)

Übersetzung folgt ...